Dass sich ein Projekt trotz strengster Geheimhaltung und höchster Sichherheitsauflagen nicht ewig verstecken lässt, ist eine Tatsache. Auch wenn bisher nur wenige Details des Thor-Projektes der Terraner in Erfahrung gebracht werden konnten, so zeichnen die bisherigen Informationen ein düsteres Bild. Es handelt sich um eine riesige, zweibeinige Kriegsmaschine die durch dicke Neostahl-Panzerplatten geschützt, sich unaufhaltsam ihren Weg durch die Reihen feindlicher Truppen bahnen kann. Geradezu überwältigend ist die Feuerkraft des Ungetüms. Auch wenn die genauen Details immer noch unbekannt sind, deuten die gigantischen Partikelstrahlwaffen und die rückenmontierte Artilleriebatterie auf konkurenzlose Feuerkraft hin. Das kompromisslos einfache Design ermöglicht ,durch die Beschränkungen auf das Wesentliche, selbst einem einfachen Baufahrzeug, das Monstrum unter Schlachtfeldbedingungen komplett alleine herzustellen.
Dass überhaupt Informationen zur Verfügung stehen, ist der Aufmerksamkeit und den Bemühungen des Umojanischen Protektorates zu verdanken. Nachdem sich erste Hinweise verdichteten, dass in den Simonson-Munitionswerken auf Korhal IV an einer Superwaffe gearbeitet wird, und herkömmliche Infiltrationsmethoden an den Sicherheitsmaßnahmen scheiterten, wurde die ambitionierte Agentin Ulli Trey eingesetzt.
Als Fahrerin des örtlichen Liga-Kommandanten getarnt, gelang ihr der Zutritt zum Sperrgebiet. Den hermetisch abgeschirmten inneren Sicherheitsbereich konnte sie zwar selber nicht überwinden, aber die Nano-Spionagedrohnen die sie auf dem Gelände freisetzte, überwachten den Kommandanten. Dank ihrer geringen Größe und ihrer Tarntechnologie konnten diese kleinen Sonden unschätzbar wertvolle Informationen sammeln, die dem Protektorat die baldige Entwicklung einer Abwermaßnahme ermöglicht.











